Unterschätzte Lärmquellen im Haushalt
In den eigenen vier Wänden fühlen wir uns sicher. Doch moderne Elektrogeräte erzeugen erhebliche Schallpegel:
- Hochleistungsmixer & Kaffeemühlen: Bis zu 85–90 dB(A) in Kopfhöhe.
- Ältere Staubsauger: 75–82 dB(A) bei dauerhaftem Einsatz.
- Dunstabzugshauben auf Turbostufe: 70–75 dB(A) direkt über dem Kochfeld.
- Heimwerker-Werkzeuge (Bohrer, Schleifer, Laubbläser): 90–105 dB(A).
In freiem Schallfeld gilt das Abstandsgesetz: Jede Verdopplung des Abstands zur Schallquelle verringert den Schalldruck um ca. 6 dB(A). Wenn der Mixer läuft, treten Sie zwei Schritte zurück. Wenn Straßenarbeiten stattfinden, wechseln Sie auf die gegenüberliegende Straßenseite.
Lärm im Berufsleben
Im gewerblichen Bereich greift ab 80 dB(A) die Pflicht des Arbeitgebers, Gehörschutz bereitzustellen; ab 85 dB(A) ist das Tragen gesetzlich vorgeschrieben. Doch auch in scheinbar leisen Büros sorgt ein ständiger Hintergrundpegel (Tastaturklappern, Klimaanlagen, Gespräche) für Stress und Höranspannung.
Freizeit, Fitness und Konzerte
Häufige Spitzenbelastungen entstehen in der Freizeit:
- Fitnessstudios & Spinning-Kurse: Nicht selten werden Bässe und Trainermikrofone auf über 90 dB(A) hochgeregelt.
- Musikfestivals & Konzerte: 100 bis 110 dB(A) vor der Bühne. Hier gehört ein Paar wiederverwendbare Konzertstöpsel in jede Tasche.
- Sportveranstaltungen im Stadion: Fanfaren, Pfeifen und Jubelrufe können kurzzeitige Spitzen über 115 dB(A) erreichen.